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Erforschung und Vermittlung des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen

Der Lehrstuhl forscht und lehrt an der Schnittstelle zwischen Materialwissenschaften, Geographie, Betriebswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Physik, dem Lehrstuhl für Pädagogik und dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft (Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung), dem Institut für Materials Resource Mangement (MRM) sowie dem Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU). Zudem kooperiert der Lehrstuhl für Ressourcenstrategie mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, zum Beispiel mit Apple oder British Petroleum (BP).

Das Team von Prof. Dr. Armin Reller erarbeitet gemeinsam mit Studierenden der Fächer Geographie und Materialwissenschaften Bestandsaufnahmen und Strategien für einen zukunftsfähigen Umgang mit Ressourcen aller Art, insbesondere Metalle für Zukunftstechnologien. Ziel ist es, anhand der Erkennung und Analyse der raum-zeitlichen Verflechtungen von Ressourcenströmen unter Einbeziehung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem (Gesellschaft, Kultur, Politik) Entscheidungs- und Handlungsgrundlagen zur Bewertung neuer Produkte, Prozesse oder Technologien zu schaffen.

Wertschöpfungsketten werden dabei vom Rohstoffabbau über die Weiterverarbeitung bis hin zum fertigen Produkt unter Berücksichtigung der anschließenden Rückführung oder Verwertung von bereits genutzten Ressourcen analysiert. Dabei werden nicht nur die wirtschaftliche und technische Planung entlang von Wertschöpfungsketten sowie die Einsatzbereiche von verschiedensten Rohstoffen und Funktionsmaterialien, sondern auch die Risiken und Abhängigkeiten in Form von nicht „planbaren“ Rückkopplungen innerhalb des Mensch-Umwelt-Systems betrachtet.

Eine Ressource wird dann als kritisch eingestuft, wenn deren Verfügbarkeit von zentraler Bedeutung für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft ist und deren Vorkommen entweder begrenzt oder regional stark konzentriert sind und/oder die Explorations-, Produktions-, Konsumptions- und Entsorgungsprozesse signifikante ökonomische, soziale und ökologische Risiken bergen. Je mehr Rohstoffe und Materialien für eine Technologie/Anwendung benötigt werden, desto höher ist prinzipiell das Risiko der Ressourcenverknappung zu bewerten (insbesondere wenn sich bedeutende Ressourcenvorkommen in politisch schwer zugänglichen Gebieten befinden). Die Kritikalitätsforschung widmet sich der Entwicklung geeigneter Tools zur Beurteilung der Kritikalität von Rohstoffen in Abhängigkeit von akteur-, technologie- und funktionsspezifischen Bedürfnissen.

Bildquelle: nikky maier

Kernkompetenzen des Lehrstuhls für Ressourcenstrategie:

  • Durchgängige CFK-Prozesskette
  • Textil- und Infusionstechnologie
  • Thermoplastverarbeitung
  • Produktionsintegrierte zerstörungsfreie Qualitätssicherung
  • Mechatronische Handhabungs- und Greifersysteme
  • Kooperierende Robotersysteme
  • Robotersteuerung
  • Virtuelle Prozessplanung
  • Kostenanalyse
  • Stoffstromanalyse
  • Produktionssystemanalyse

Prof. Dr. Armin Reller

Lehrstuhlinhaber
Universität Augsburg Institut für Materials Resource Management
Werner-von-Siemens-Straße 6
86159 Augsburg
Tel +49 821 598-3000
Fax +49 821 598-3001

Anwendungs- und Technologiebereiche:

Bauen / Gebäude / Baustoffe
Bildung & Sensibilisierung
Energie
Energieerzeugung / Erneuerbare Energien
Energiespeicher
Management & Strategie
Ressourcenmanagement
Rohstoff- / Ressourcenstrategie
Sustainability Management / Corporate Social Responsibility
Umweltmanagement
Materialforschung & Entwicklung
Materialeffizienz
Neue Materialien
Produkte & Prozesse
Produktentwicklung / Ressourceneffiziente Produkte
Sonstiges
Umwelttechnik
Abfall / Kreislaufwirtschaft / Recycling
Verkehr & Mobilität

Phasen im Produktlebenszyklus:

Materialforschung/ -entwicklung
Montage
Nutzung
Produktentwicklung
Produktion
Recycling/Aufbereitung
Rohstoffherstellung / -aufbereitung