Dr. Viola Rückert
UTG – Umwelt-Technologisches Gründerzentrum Augsburg
Zentrumsmanagerin
Das Umwelt-Technologische Gründerzentrum Augsburg, kurz UTG, konzentriert sich vollständig auf Unternehmensgründungen aus den Bereichen Umwelt und Technologie. Damit nimmt das Zentrum innerhalb der deutschen Gründerlandschaft eine besondere Stellung ein.
Dr. Viola Rückert war bereits am Aufbau des UTG beteiligt, das 1998 gegründet wurde. Seit 2013 leitet sie das Zentrum als Zentrumsmanagerin. Die promovierte Agrarbiologin betreut die ungefähr 35 im UTG ansässigen Umwelttechnologie-Unternehmen mit insgesamt rund 200 Beschäftigten und ist für sie eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen.
Wie unterstützt das UTG die Ressourceneffizienz?
Sie arbeiten bereits seit vielen Jahren im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum. Welchen Beitrag leistet das UTG zur Ressourceneffizienz?
Seit 1998 begleite ich Unternehmen im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum. In dieser Zeit konnte ich mehr als 140 Start-ups bei ihrer Entwicklung unterstützen. Viele von ihnen haben sich erfolgreich etabliert und sind schließlich aus den Räumen des UTG herausgewachsen.
Durch diese langjährige Tätigkeit habe ich erfahren, wie anspruchsvoll es ist, ein technologieorientiertes Unternehmen aufzubauen. Gleichzeitig finde ich es als Agrarbiologin besonders spannend, unmittelbar mit neuen technischen Entwicklungen und innovativen Ideen in Kontakt zu kommen.
Im UTG werden regelmäßig Lösungen für ganz unterschiedliche Branchen entwickelt. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Ressourceneffizienz, die einen zentralen Bestandteil moderner Umwelttechnologien darstellt.
Der Begriff Ressourcen ist sehr weit gefasst. Dazu gehören nicht nur Energie und Materialien, sondern beispielsweise auch sauberes Wasser, reine Luft, finanzielle Mittel und verfügbare Zeit. Ressourceneffizienz umfasst deshalb zahlreiche unterschiedliche Fragestellungen und Anwendungsbereiche.
Unsere Aufgabe besteht darin, den Unternehmen im Zentrum möglichst gute Rahmenbedingungen zu bieten. Die Gründerinnen und Gründer sollen sich auf ihre Geschäftsideen, Produkte und Technologien konzentrieren können. Dafür schaffen wir eine Arbeitsumgebung, in der Innovationen entwickelt und Unternehmen langfristig aufgebaut werden können.
Mit welchen Anliegen können sich Unternehmen an das UTG wenden?
Welche Unterstützung erhalten Gründer und Unternehmen im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum?
Das UTG bietet Start-ups aus der Umwelttechnologie eine speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Infrastruktur. Unternehmen finden bei uns geeignete Voraussetzungen, um ihre Ideen weiterzuentwickeln und den Aufbau ihres Betriebs voranzutreiben.
Die meisten Firmen, die sich bei uns ansiedeln, haben bereits erste Schritte in Richtung Selbstständigkeit unternommen. Unterstützung in der frühen Gründungsphase erhalten sie beispielsweise bei unseren Trägern, der Industrie- und Handelskammer Schwaben und der Handwerkskammer für Schwaben.
Nach der Aufnahme in das UTG stellen wir nicht nur Büro-, Labor- oder Produktionsflächen bereit. Die Unternehmen erhalten auch praktische Unterstützung bei zahlreichen Aufgaben, die während der Entwicklung eines jungen Betriebs auftreten.
Dazu gehören unter anderem die Suche nach Förderprogrammen, die Vermittlung geeigneter Dienstleister, Fragen zum Marketing und viele organisatorische Aufgaben des täglichen Unternehmensbetriebs. Gerade kleinere Unternehmen verfügen häufig noch nicht über eigene Fachabteilungen für sämtliche kaufmännischen, technischen oder organisatorischen Bereiche.
Eine weitere wichtige Aufgabe des UTG ist die Vernetzung. Wir vermitteln Kontakte zwischen den Unternehmen im Zentrum und unserem umfangreichen externen Netzwerk. Dazu zählen Forschungseinrichtungen, Umweltverbände und fachliche Netzwerke ebenso wie Steuerberater, Berater und weitere Dienstleister.
Durch unsere beiden Träger, die Industrie- und Handelskammer Schwaben sowie die Handwerkskammer für Schwaben, können die Unternehmen außerdem auf zusätzliche Beratungs- und Serviceangebote zurückgreifen.
Auch innerhalb des UTG ist ein umfangreicher Wissens- und Kompetenzpool entstanden. Zahlreiche ansässige Unternehmen beschäftigen sich mit Fragen der Ressourceneffizienz und verfügen über besondere technische Kenntnisse. Bei Bedarf stelle ich deshalb gerne Kontakte zwischen den UTG-Unternehmen und weiteren interessierten Betrieben her.
Welche Aufgaben bringt die Ressourceneffizienz in Zukunft mit sich?
Wo sehen Sie die größten zukünftigen Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich der Ressourceneffizienz?
Die konsequente Verbesserung der Ressourcennutzung eröffnet Unternehmen in zahlreichen Branchen erhebliche Chancen. Besonders im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe macht der Materialverbrauch häufig einen großen Teil der Gesamtkosten aus.
Wer Materialien, Energie und andere Betriebsmittel gezielter einsetzt, kann daher nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Ressourceneffizienz kann gleichzeitig die Betriebskosten verringern und den Zugang zu neuen Märkten ermöglichen.
Für einen bedeutenden Industriestandort wie Deutschland wird der verantwortungsvolle Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen immer wichtiger. Eine leistungsfähige und wettbewerbsfähige Wirtschaft wird langfristig auch davon abhängen, wie intelligent vorhandene Ressourcen genutzt werden.
Im Wirtschaftsraum Augsburg gibt es bereits zahlreiche Unternehmen, Einrichtungen, Projekte und Fachkompetenzen aus dem Bereich der Ressourceneffizienz. Durch eine engere Zusammenarbeit könnten diese vorhandenen Stärken noch besser genutzt werden.
Eine wichtige Aufgabe für die Region besteht daher darin, das bestehende Wissen zusammenzuführen und für Unternehmen, Institutionen und weitere Beteiligte schnell zugänglich zu machen. Denkbar wäre beispielsweise eine zentrale Orientierungshilfe, die Ansprechpartner, Kompetenzen und vorhandene Angebote übersichtlich darstellt.
In der Region existieren bereits mehrere besonders erfolgreiche und richtungsweisende Projekte. Nun kommt es darauf an, diese einzelnen Aktivitäten stärker miteinander zu verbinden. Ein gut abgestimmtes Netzwerk kann nicht nur die regionale Zusammenarbeit verbessern, sondern auch dazu beitragen, die Kompetenzen des Wirtschaftsraums Augsburg international sichtbarer zu machen.
Kontakt
Dr. Viola Rückert
UTG – Umwelt-Technologisches Gründerzentrum Augsburg GmbH
Am Mittleren Moos 48
86167 Augsburg
Telefon: 0821 74930
E-Mail: [email protected]
Internet: www.u-t-g.de
Angebote und Tätigkeitsbereiche
Einrichtung
- Umwelt-Technologisches Gründerzentrum Augsburg
Projekte und Angebote
- Service- und Unterstützungsleistungen für Unternehmen im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum Augsburg
Kernkompetenzen von Dr. Viola Rückert
- Zentrale Ansprechpartnerin für Büroflächen, Laborräume und Produktionsflächen im Umwelt-Technologischen Gründerzentrum Augsburg
- Umfassender Überblick über die fachlichen Kompetenzen und Leistungen der im UTG ansässigen Unternehmen
- Beratung und Unterstützung von Start-ups aus den Bereichen Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz
- Vermittlung von Kontakten zu Forschungseinrichtungen, Kammern, Netzwerken und Dienstleistern
Anwendungs- und Technologiebereiche
- Bauen, Gebäude und Baustoffe
- Energie
- Energieeffizienz
- Energiegewinnung und erneuerbare Energien
- Energiespeicherung
- Energietechnik und Energiesysteme
- Management und Unternehmensentwicklung
- Ressourcenmanagement
- Rohstoff- und Ressourcenplanung
- Sustainability Management und Corporate Social Responsibility
- Umweltmanagement
- Materialforschung und Materialentwicklung
- Materialeffizienz
- Entwicklung und Einsatz neuer Materialien
- Umwelttechnik
- Abfallwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und Recycling
- Wasser- und Abwasserbehandlung
Berücksichtigte Phasen des Produktlebenszyklus
- Materialforschung und Materialentwicklung
- Montage
- Nutzungsphase
- Produktentwicklung
- Produktion
- Recycling und Aufbereitung
